„Es ist hier die Rede nicht von einer durchsetzenden Meinung, sondern von einer mitzuteilenden Methode, deren sich ein jeder, als eines Werkzeugs, nach seiner Art bedienen möge.“
(Goethe an Hegel)

 

Grundvoraussetzung für die Genesung ist es die erlernten Techniken auch konsequent anzuwenden, wobei der Zeitaufwand 15 Minuten  pro Tag nicht überschreitet. Wie lange es dauert bis sich der erwünschte Erfolg einstellt, hängt neben der Intensität der Behandlung davon ab, wie stark Ihre Einschränkungen oder Schmerzen sind und wie lange diese bereits bestehen. Manchmal erreicht man bereits mit der ersten Behandlung Erleichterung, oftmals dauert es 7 bis 14 Tage bis zur Lösung. Bei komplizierten Problematiken, kann es auch Monate dauern, bis alle Symptome wirklich vollständigen verschwunden sind. Ihr Vorteil des Kurses gegenüber einer manuellen Therapie ist, dass Sie mit dem erlernten Wissen die Behandlungen größtenteils selbstständig durchführen können. So sparen Sie Geld und sind zeitlich unabhängig.

Muskelschmerzen sind nach neuesten Erkenntnissen für eine Vielzahl an Beschwerden verantwortlich. Studien in Allgemeinarztpraxen ergaben, dass 30% der Probleme myofasziale Ursachen haben (Skoottsky 1989). In spezialisierten Schmerzzentren waren es einmal 85% (Fishbain 1986) und dann 93% (Gerwin 1995) und in einer, auf Kopf- und Nackenschmerzen spezialisierten zahnärztlichen Praxis 55% der Patienten, bei denen der Schmerz eine primär muskuläre Ursache hatte (Friction 1990).

Damit bietet die Lösung von Triggerpunkten und die neuerdings immer mehr in den Fokus rückende Behandlung der Faszien eine große Chance auf eine Besserung der oben aufgeführten Krankheitsbilder, sie ist aber kein Allheilmittel. Eine Garantie, dass Sie mit der Selbstmassage Ihre Leiden oder Ihre Einschränkungen loswerden gibt es daher keine.

Da das Seminar aber über die reine Massagetechnik hinaus ein umfangreiches Wissen vermittelt und Ihnen Einblicke in viele weitere Konzepte bietet, profitieren Sie von der Teilnahme, selbst wenn Ihre eigentliche Problematik nicht myofaszial lösbar sein sollte. Außerdem können Sie mit dem Wissen, ihrer Partnerin, ihrem Partner oder anderen nahestehenden Personen helfen und sich selbst zusätzliche Schmerzen wie z.B. Spannungskopfschmerz ersparen.

Weitere Informationen und aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema Faszien finden Sie unter www.fasciaresearch.de.

Kontraindikationen:

Bei folgenden Krankheitsbildern ist die Behandlung von Triggerpunkten nur eingeschränkt oder sogar gar nicht ratsam:

  • Instabile Frankturen
  • Akute Muskelverletzungen
  • Blutgerinnungsstörungen bzw. Antikoagulation bei INR
  • Lokale oder generalisierte Zirkulationsstörungen
  • Lokale oder generalisierte Hautverletzungen bzw. –erkrankungen
  • Akuter Osteoporose
  • Bösartige Tumoren
  • Gewebe nach Bestrahlungstherapie
  • Akute Infektionen oder Entzündungen

In all diesen Fällen ist die Selbstmassage vorher mit dem behandelnden Arzt abzusprechen und ggf. ein Attest zu erbringen.

Manchmal kommt es vor allem bei den ersten Behandlungen zu meist harmlosen Nebenwirkungen. Z.B. kann ein etwas zu stark dosierter Druck zu blauen Flecken führen. Selten kommt es bei der Bindegewebsmassage zu s.g. Petechien im Behandlungsgebiet. Dies sind stecknadelgroße rote Punkte, auf der Haut die aber von alleine relativ rasch wieder weggehen.

Wenige Menschen reagieren auf die durch die Massage freigesetzten „Abfallprodukte“, die im Bindegewebe mit eingelagert waren, nach der Behandlung mit erhöhter Müdigkeit oder Abgeschlagenheit. Hier können auch einige Naturprodukte unterstützend auf den Abtransport der Schlacken wirken. Kurzzeitig sind weitere vegetative Reaktionen möglich. Dies zeigt sich manchmal während der Behandlung in einer erhöhten sympathischen Reaktion wie eine erhöhte Herzfrequenz oder vermehrtes Schwitzen, ein wenig später aber bereits durch eine erhöhte parasympathische Reaktion wie verbesserte Magen-Darm-Regulation, niedrigere  Herzfrequenz oder entspannter Schlaf.